Der Bienenzuchtverein Rheinbach – kurz BZV e.V. – ist ein Verein mit langer Tradition. Er wurde bereits 1867 zu dem Zweck gegründet, die Förderung und Weiterverbreitung der Bienenhaltung voranzutreiben. Damals sollte der Landbevölkerung eine zusätzliche Einnahmequelle geschaffen werden, zu der auch die Seidenzucht gehörte. Wegen der klimatischen Bedingungen kam letztere aber nicht in Schwung. Für die Landwirtschaft sollte gemeinsam mit den übrigen Insekten “unsere” Honigbiene dazu beitragen durch ihre Bestäubungstätigkeit an Wild- und Kulturpflanzen eine artenreiche Natur zu erhalten.
Der BZV ist ein attraktiver Verein mit regem Vereinsleben, bei dem im Durchschnitt jedes verbandsangehörige, aktiv imkernde Mitglied 6,3 Bienenvölker betreut. Monatlich treffen sich die Mitglieder in geselliger Runde, um Erfahrungen rund um die imkerliche Praxis auszutauschen, neue Methoden kennenzulernen sowie Bekanntschaften untereinander zu unterhalten. Zusätzlich engagieren sich Mitglieder des Vereins regelmäßig auf regionalen Events, wie etwa dem Blütenfest in Meckenheim oder der dem Frühlings- & Herbstfest sowie der Tag der Artenvielfalt im Botanischen Garten in Bonn. Themenbezogene Weiterbildungen, Ausflüge und Vereinsfeste runden die Aktivitäten ab.
1867 fand sich eine Gruppe von 15 Imkern aus Rheinbach und der näheren Umgebung in Flerzheim zusammen, um den auch heute noch bestehenden und in seinen Aktivitäten und Zielen weitgehend unveränderten “Bienen- und Seidenraupenzuchtverein” zu gründen.
Heute sind die Mitglieder dieses Bienenzuchtvereins nicht etwa kommerziell ausgerichtete Berufsimker sondern vor allem Naturfreunde, die sich in ihrer Freizeit der Haltung und Zucht der Honigbienen widmen.
Bei den monatlichen Treffen des Vereins werden Erfahrungen ausgetauscht und aktuelle, jeweils der Jahreszeit entsprechende Arbeitsthemen vorgetragen und diskutiert. Denn obwohl die Imkerei schon seit vielen Jahrhunderten ausgeübt wird, gibt es immer noch viel zu lernen und neue Erkenntnisse zu verarbeiten. Und daran hat sich auch in den vergangenen 150 Jahren nichts geändert.